Im Test: Die Hario Skerton Handkaffeemühle

Wir hatten schon einige Kaffeemühlen bei uns im Test. Heute haben wir uns die zurzeit meistverkaufte Handkaffeemühle am Markt zur Brust genommen und ausführlich getestet. Wir immer findet ihr zahlreiche Fotos von den Details der Hario Skerton und die dazugehörigen Beschreibungen.

Ich habe die Skerton ganz einfach bei Amazon für 29,99 bestellt. Das ist für eine Kaffeemühle sicher kein hoher Preis. Trotzdem ist meiner Meinung nach eine manuelle Mühle eher etwas für Liebhaber. Betreibt man ein Kaffee oder hat morgens keine extra Minute Zeit um die Bohnen frisch zu mahlen, dann würde ich eher eine elektrische Maschine empfehlen.

Was ist in der Packung dabei?

In der Packung befindet sich mein Lieblingstück an den Hario Artikeln. Die japanische Bedienungsanleitung. Obwohl diese auch schon einige englische Beschreibungen mit aufgenommen hat. Hario ist eben ein Exportschlager. Neben der Bedienungsanleitung befinden sich folgende Teile in der Packung:

Ein Kegel aus Hartplastik mit dem Keramikmahlwerk.
Ein Deckel für den Kegel, damit die Bohnen nicht rausfallen.
Ein Behälter für das Kaffeemehl aus Glas.
Ein aufschraubbarer Deckel für den Kaffeemehlbehälter (zur Lagerung von gemahlenem Kaffee).
Ein Standschutz aus Gummi.
Eine Kurbel.
Ein Plättchen zur Einstellung des Mahlgrades.
Eine Klammer zur fixierung des Plättchens.
Eine Abschlussschraube.

Hario Ceramic Coffee Mill Skerton Packung im Japanischen Design

Hat die Hario Skerton einen Deckel?
Wenn man sich im Netz nach der passenden Handkaffeemühle informiert, wird man bei der Skerton oft Rezensionen finden, die einen fehlenden Deckel beschreiben. Den Deckel gibt es bei neueren Versionen der Maschine mit dazu.

Der Aufbau gestaltet sich sehr einfach und ist selbsterklärend. Nun ist die Packung geöffnet und die Hario Skerton steht zusammengebaut auf unserem Tisch. Wie viele von Euch haben wir viel Geld für einen Siebträger ausgegeben, da soll es bei der Handmühle nicht an 30 Euro scheitern. Zumal meine Erfahrungen mit elektrischen Kaffeemühlen dahingehen, dass man locker mehr als 50 Euro ausgeben muss um wirklich feines Kaffeemehl zu erhalten. Eine Siebträgermaschine kann man mit den günstigen Alternativen sicher nicht adäquat ausrüsten. Um es vorweg zu nehmen: das kann die Hario Skerton aber auf jeden Fall.

Zubehör Skerton Hario Kaffeemühle Deckel

Testen wir also zuerst den Mahlgrad und dessen Einstellung:

Ich gebe zu für den Laien ist die Einstellung des Mahlgrades gar nicht so einfach. Es gibt diese untere Schraube, die den Feinheit ausmacht. Diese kann man am besten mit der Hand einstellen. Wenn man die Klammer daraufsteckt, dann dreht sich das Mahlwerk ohne den Mahlgrad zu verändern. Also drehen ohne Klammer verändert den Feinheitsgrad, das Drehen mit Klammer verändert diesen nicht. Gemahlen wird also mit der Klammer auf dem Schraubplättchen. Dazu kommt die Kurbel und eine Abdeckschraube.

Wichtig: Es gibt keine Markierungen für das Einstellen des Mahlgrades. Es ist also ein Test-Test-Test Verfahren. Trial and Error… Ganz fest zu und das Keramikmahlwerk pulverisiert die Bohnen passend für einen Siebträger. Hier habe ich mal einige Bohnen gemahlen und Fotos dazu gemacht.

Mahlgrad bei der Hario Skerton Kaffeemühle

Mahlgrad Unterschiede bei der Hario Skerton Handkaffeemühle

Ihr seht, zwischen sehr feinem und sehr sehr Kaffeemehl ist alles möglich. Ergo kann man die Harion Skerton für einen Siebträger, einen Dripper (Filterkaffee) und auch eine French Press verwenden.

Wie viele Bohnen passen in die Hario Skerton?
Nun, das ist ehrlich gesagt eine recht schwere Frage. Der Kegel fasst genug Bohnen um einen Kaffee im Dripper oder auch in der French Press zuzubereiten. Warum es eine schwere Frage ist? Weil es auch hier keine Maßeinheit gibt. Bei jeder elektrischen Kaffeemühle hat man die Möglichkeit eine bestimmte Menge einzustellen, auf die man sich dann verlassen kann. Hier muss man entweder die Bohnen abgewogen in die Skerton geben oder mit dem guten alten Auge abmessen. Im Kegel befinden sich keine Angaben.

Kaffeefüllmenge bei der Skerton Kaffeemühle

Wie lange dauert das Mahlen des Kaffees?
Das kommt wie immer beim Mahlen auf den Feinheitsgrad des Kaffeepulvers an. Generell gilt: je feiner das Endprodukt, desto länger muss man dafür „arbeiten“. Nimmt man die 42 Bohnen, die ca. für einen Espresso benötigt in der feinsten Einstellung durchjagt, dauert es ca. 90-95 Umdrehungen. Mahlt man für eine Frenchpress, benötigt man deutlich mehr Bohnen und eine nicht ganz so feine Einstellung. Resultat, mehr als 170 Umdrehungen. Das könnte schon für die ersten Perlen auf der Stirn sorgen.

Wie reinige ich die Hario Skerton?
Die Reinigung. Ein viel diskutiertes Thema bei Handkaffeemühlen. Ich persönlich reinige die Mühlen so gut wie nie. Bei der Skerton kann der Glasbehälter zum Aufbewahren des Kaffeemehls ganz bequem in der Spühlmaschine gewaschen werden. Die anderen Teile reinige ich nicht damit. Dafür ist mir das Salz in den Spühlmaschinen zu aggresiv. Ich nutze klares Leitungswasser, das aber auch nur sehr selten. Ist die Maschine oft in Gebrauch nutze ich einen Pinsel um das alte Kaffeemehl zu beseitigen.

Keramikmahlwerk Hario Skerton

Wie lange hält die Mühle?
Eine weitere oft gestellte Frage bei Kaffeemühlen ist meiner Erfahrung nach immer die der Haltbarkeit. Ich habe noch eine alte Mühle hier, die nach 40 Jahren immer noch allerfeinstes Kaffeemehl mahlt. Dies wird die Hario Skerton nicht bieten können. Dafür sind die Bestandteile einfach nicht qualitativ Hochwertig genug. Das soll aber nicht heißen, dass die Mühle keine 5 Jahre überdauern wird. Hand aufs Herz, die Skerton ist jetzt 10 Tage im Einsatz und ich habe natürlich daher jetzt keinen Langzeittest anzubieten, werde aber in einem jahr oder so noch mal aktualisieren.

Boden mit Rutschblocker Hario Skerton Glas Kaffeemühle

Füllmenge Hario Kaffeemühle

Gesamtansicht Hario Kaffeemühle Skerton Amazon

Kaffee mit Deckel Hario Skerton

Kaffeemenge im Behälter Skerton Hario

Kann man auch anderes Nahrungsmittel mahlen?
Ja, kann man. Die Mühle kann man technisch gesehen auch für Gewürze nutzen. Ich persönlich mache dies jedoch nicht. Ausnahme: Chili. Kaffee mit einem leichten Touch von Chili hat etwas. Nicht für jeden Tag, aber so ab und an eine leichte Note, mmmm.

Hand oder maschinell?
Ich werde oft gefragt, ob ich persönlich maschinell oder manuell meine Bohnen mahle. Meine ehrliche Antwort: Am Wochenende manuell, unter der Woche maschinell. Samstags und Sonntags genieße ich einfach die Zeit, die es dauert, die Bohnen zu mahlen. Es kommt so ein wenig einer Zeremonie gleich. Dazu habe ich übrigens auf den Flohmärkten dieser Welt schon einiges an Mühlen eingesammelt. Für diesen alten Schätze kann man sicher 20+ Euro auf den Tisch legen. Die Mahlwerke halten „ewig“. Hier eine Auswahl…

Meine Kaffeemühlen Auswahl

Fazit
Die Hario Skerton bekommt von mir eine Kaufempfehlung. Uneigeschränkt jedoch nicht, da ich selbst noch keinen Langzeittest durchführen konnte. Ansonsten ist die Hario Skerton alles was man braucht, um feines oder grobes Kaffeemehl zu erhalten. Vorausgesetzt man hat morgens die eine Extraminute Zeit, die man für die kleine aber feine Zeremonie des Kaffeemahlens braucht.

Hier findet ihr unsere anderen Kaffeemühlen Tests

Wenn Euch die Mühle gefällt könnt ihr die Hario Skerton hier bei Amazon kaufen.

Linktipp: Wir haben auch den kleinen Bruder der Skerton getestet: Hario Ceramic Slim Kaffeemühle

2 Antworten auf „Im Test: Die Hario Skerton Handkaffeemühle“

  1. Mich wundert, dass in ihrem Tets gar nicht aufgefallen ist, dass die Gleichmäßigkeit des Mahgrades mit abnehmenden Feinheitsgrad immer ungleichmäßiger wird. Die Mühle ist nur für feine Mahlgrade geeignet. Das liegt an der schlechten Lagerung der Welle. Dadurch pendelt das Mahlwerk mit abnehmender Feinheit immer mehr hin und her. Dafür gibt es auch einen Umbausatz, der aber nur in den USA erhältlich ist. Für eine Chemex ist die Mühle also Schrot.

    Richtig getestet finde ich das nicht.

  2. hallo, woran erkenne ich, dass das Mahlwerk kaputt ist? Habe meine Mühle schon seit mind 5 Jahren, merke bislang keinen Verschleiss. Danke!

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