Im Test: Die Bialetti Venus für 6 Tassen

Bialetti Venus 6 Personen gesamt mit Beipackzettel

Espressokocher gibt es von zahlreichen Herstellern. Mein Liebling ist immer noch der Klassiker mit den acht Ecken, den man in jedem Kaffeegeschäft in groß und klein findet. Dazu kann man einige mit Stromanschluss kaufen, für die man keine Herdplatte mehr braucht. Selbst bei IKEA kann man mittlerweile einen durchaus nutzbaren Espressokocher kaufen.

Heute widmen wir uns jedoch unserer Lieblingsmarke, wenn es um Espressokocher geht: Bialetti. Das könnte an dem genialen Logo liegen, dem kleinen Mann, der nach oben zeigt, aber auch an dem genialen Kaffee, den man aus allen Geräten rausholen kann. Wir haben vor einigen Jahren (wow, wie alt dieses Blog schon her ist) die Bialetti Brikka getestet und haben sie immer noch im Einsatz, was für die Qualität der Produkte aus rostfreiem Stahl spricht.

Unter Kaffeeliebhabern tauscht man sich aus. Die Brikka ist wegen des Crema Ventils eigentlich bei fast jedem hoch im Kurs. Heute beschäftige ich mich mit einem weiteren Bestseller: Der Bialetti Venus. Wir haben die 6 Tassen Version für euch getestet. Wir haben zahlreiche Fotos auch von Detailaufnahmen gemacht, die euch hoffentlich einen guten Eindruck von der Venus verschaffen.

Erster Eindruck / Verpackung

Wir haben die Venus bei Amazon direkt vom Hersteller für 26,95 gekauft und sie nach 2 Tagen bei uns zuhause in Empfang nehmen dürfen.

Der erste Eindruck der Venus st sehr hochwertig. Der rostfreie Stahl und das darauf eingravierte Logo sehen klasse aus. Unter dem Boden finden sich kleine Hinweise, dass die Venus für alle Herdarten verwendbar ist, also auch Induktion.

Bialetti Stainless Steel und alle Herdarten Indukion

Die Verpackung beinhaltet die Venus für 6 Tassen und eine kleine Gebrauchsanweisung in folgenden Sprachen: Italienisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Portugiesisch.

Gebrauchsanweisung Bialetti Venus deutsch

Beipackzettel Bialetti Venus 6 Personen

Testbericht Bialetti Venus 6 Tassen

Aber mit Gebrauchsanweisungen halten wir uns ja nicht auf *smile*, sondern wir starten gleich mit dem Test. Hier Bilder der ersten Eindrücke:

Bialetti Venus Logo cafetiere

Einsatzsieb Detailaufnahme Bialetti Venus

Einsatzsieb Venus 6 Personen Esspressokocher

Einsicht von oben Bialetti Venus

Kochgefäß Bialetti Venus 6 personen

Sieb Bialetti Venus Test 6 Personen

Wir wollen Espresso machen also brauchen wir sehr feines Kaffeemehl. Die Bohnen habe ich mit meiner alten Handmühle gemahlen, da die meisten günstigeren Kaffeemühlen es nicht ganz schaffen den Kaffee sehr fein und gleichmäßig zu mahlen. Aber die alte Mühle von Oppa hat da keine Probleme mit. Dieses feine Kaffeemehl füllt man jetzt in das Einsatzsieb und drückt es nicht fest. Darin besteht der Unterschied zu den Siebträgern, wo man das Kaffeemehl möglichst mit einem Tamper festdrücken sollte. Das machen wir hier nicht!

Die richtige Menge an Wasser zu finden ist der erste kleine intuitive Nachteil bei der Venus. Der untere Wasserbehälter zeigt keinerlei Abmessungen für die Wasser zu Tassen Espresso Relation. Nun, dann eben Trial and Error. Der alte Trick einfach so viel wie gewünschte Espresso Tassen + eine Tasse mit Wasser füllen und dann in den Behälter füllen klappt auch hier.

Wir haben 5 Tassen abgefüllt und wollten 4 Tassen haben, klappt. Ich koche das Wasser vorher immer schon im Wasserkocher, das spart Zeit ist aber sicher nicht die Schulbuchlösung.

Bemerkenswert ist der starke Dampfaustritt bei der Zubereitung. Dieser zieht sich trotz vorgekochtem Wasser einige Minuten lang.

Hier finden wir den einzigen wirklichen Nachteil der Bialetti Venus. Der Dampf tritt auch auf der anderen Seite der Öffnung, also am Einsatz des Griffes aus. Da ist Obacht geboten, dass man sich nicht verbrüht. Ansonsten ist der Griff komplett Hitzebeständig.

Sehr positiv ist mir die Höhe des Zylinders aufgefallen. Findet man bei günstigen Espressokochern oft den Rand fast auf der Höhe des Kaffeeaustritts, so ist er hier gut 3 cm unter der Kante, was es ein Öffnen der Klappe risikofrei macht.

Auch das Einschenken des Espressos ist bei der Bialetti Venus eine sehr saubere Angelegenheit. Kein tropfen und kein Austritt an einer falschen Stelle.

Der Geschmack ist wie man es gewohnt ist hervorragend. Ich persönlich gebe gerne etwas Sahne anstatt Milch dazu.

Unsere Testfotos:

Feines Kaffeemehl Espressokocher Bialetti

Eingesetzes Kaffeemehl in Bialetti Venus

Bialetti Venus auf Kochplatte

Detailaufnahme Bialetti Venus Cafetiere

Bialetti Venus Schwachpunkt Dampfaustritt

Espressoausschank Bialetti Venus Amazon

Reinigung

Die Reinigung der Bialetti Venus ist recht simpel wenn man einige einfache Regeln beachtet. Man sollte den Espressokocher am besten immer kurz nach dem Kaffeegenuss säubern. So vermeidet man, dass das Verschleißteil Nr. 1 beeinträchtigt wird: Das Dichtungsgummi. Klar kann man dieses mittlerweile auch für 4,99 Euro nachkaufen, ich glaube jedoch, dass man es bei entsprechender Reinigung nicht so schnell nachkaufen müsste. Je länger und häufiger es dem heiß-feuchten Kaffeesatz ausgesetzt ist, desto schneller muss man es austauschen. Ich reinige die Venus in der Spühlmaschine oder mit der Hand. Das Dichtungsgummi entferne ich jedoch bei der Spülmaschienenreinigung.

Darüber hinaus sollte man nichts zur Reinigung nutzen, was die innere Schicht des Kessels beschädigen könnte. Sprich keine Stahlwolle oder Scheuermittel.


Fazit

Unser Urteil ist wie bei fast allen Bialetti Produkten sehr positiv. Der Geschmack, die haptischen Eigenschaften und die Vielfalt an Möglichkeiten der Wärmezufuhr sind absolute Pros hier. Durch die fehlende Wasserstandsmarkierung im Kessel und den Dampfaustritt an der Henkelseite gebe ich der Bialetti Venus eine 2++.

Wenn ihr jetzt Kaffeedurst bekommen habt, könnt ihr die Venus (6 Tassen) gerade bei Amazon für 23,02 Euro kaufen.

Bialetti Venus (2 Tassen) (nicht für Induktionsherde geeignet.

Bialetti Venus (4 Tassen)

Bialetti Venus (6 Tassen)

Gummidichtungen als Ersatz

Ein Gedanke zu „Im Test: Die Bialetti Venus für 6 Tassen“

  1. Ich habevor einiger Zeit die Bialetti Venus für 10 Tassen, gekauft bei einem Bialetti Vertragshändler (knapp 40 EUR).

    Einen Dampfaustritt habe ich da nicht beobachtet, zumindest nicht, nachdem ich den Deckel per Hand mehrfach penibel nachgerichtet habe. Dies sicher ein qualitatives Zugeständnis bedingt durch die preiswerte Fertigung , die Bialetti nicht mehr in Italien, sondern nun in Indien erbringen lässt — das wusste ich vorher nicht (habe ehrlich gesagt beim Kauf auch nicht darauf geachtet), was aus Sicht der Menschenrechte, Arbeitsschutz usw. m.M. nicht unproblematisch ist.

    Ansonsten ist die Mokakanne aber tadellos. Nach entsprechender Vorbereitung, bereitet sie ca. 500ml (also zwei Kaffeebecher) duftenden Kaffees zu. Dies ganz ohne Sauerei.

    Die Kaffesorte scheint dabei eher wenig Einfluss auf den Geschmack zu haben. Ich habe verschiedene Kaffesorten (ganze Bohnen, frisch etwas gröber als Espresso, minimal feiner als für den Handfilter gemahlen) verwendet, der Geschmack ist jedes Mal sehr ähnlich um nicht zu sagen typisch bzw. mit spezifischem Eigenaroma (sehr kräftig, bei klarer Betonung dunkler Aromen, während feine und v.a.
    fruchtige Noten untergehen). Zubereitet wurde auf dem Ceranfeld, Ideal eine langsame Zubereitung auf Stufe 4 von 9 mit zu Beginn kaltem, gefiltertem Wasser; ansonsten schmeckt der Kaffee eher verbrannt. Ich finde, dass die Variation von differenzierten Aromen eher beim Handfilter herauskommt (und sicher auch beim Siebträger).

    Die Kanne ist dabei recht ergiebig, man kann hier durchaus weniger Kaffee nehmen oder den Kaffee verlängern, da das Verhältnis locker eingefüllte Kaffemenge bzw. Größe des Filtereinsatzes zu Wasser bei dieser Kanne wirklich äußerst großzügig berechnet ist (im Vergleich zum Verhältnis Wasser zu Kaffeemenge meiner alten Alukanne für 6 Tassen).

    Eine gute Kanne, die einen starken, recht kräftigen aber auch etwas eindimensionalen Kaffee zubereitet. Ideal, um am Morgen in Schwung zu kommen oder um ein gutes Essen sacken zu lassen. Für den feinen Genuss am Nachmittag, werde ich aber auf andere Zubereitungsarten zurück greifen.

    Das rasche Reinigen und Abtrocknen nach Gebrauch ist ein Muss, da die Kanne wegen des durch die Kaffeesäure feindlichen Milieus sonst rosten wird (die deutsche Bezeichnung „rostfrei“ — im Gegensatz zum englischen „stain-less“ (und nicht „stain-free“) — ist hier irreführend, was die meisten von uns aber bereits in der Schule gelernt haben dürften).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.