Kategorie-Archiv: Kaffee Geschichten

Ein Starbucks Kostüm zu Halloween

Halloween ist in den USA ein deutlich größeres Fest als in Europa. Man kann es sich aber ungefähr so wie bei uns Karneval vorstellen. Sprich, es gibt eine Parade, viele Leute auf den Straßen sind verkleidet und es fließt reichlich Alkohol und wahrscheinlich am nächsten Morgen auch genug Kaffee.

Einen sehr niedlichen Bezug zu Kaffee habe ich hier auf den Straßen von New York gesehen. Ein kleines Mädchen war als Starbucks Cup verkleidet. Wahrscheinlich als Latte mit Sahnehaube. Auch der grüne Strohhalm war ganz genau so wie es bei Starbucks der Fall ist. Da haben sich die Eltern sicher viel Mühe gegeben und ich war sicher nicht der einzige, der das Mädchen fotografiert hat.

Starbucks Kaffee Kostüm Halloween Karneval

Ob Halloween oder Karneval, kreative Kostüme sind immer klasse und werden massenhaft fotografiert. Ich habe die Kleine natürlich auch auf Instagram hochgeladen und dort hat es auch vielen Leuten gefallen. Also lasst euch nächstes Mal was einfallen. Am besten natürlich mit Kaffee-Bezug. Kaffee-Bohne wäre sicher auch nicht das schlechteste Kostüm.

Leider gibt es das Kostüm nicht bei Amazon zu kaufen. Hier jedoch 2 Alternativen:

Kaffeebohnen als Ohrstecker als kleines Accessoire

Kaffee to go Kostüm (für sie und ihn)

Warum kostet ein Espresso in Italien im Stehen weniger als im Sitzen getrunken?

Anlässlich des Beitrages zu dem „aufgeschobenen Kaffee“ hat mich ein alter Bekannter angesprochen und mir ein wenig von seinen Erfahrungen in Italien erzählt. Zum einen wies er mich darauf hin, dass es den Caffè Sospeso schon ewig in Neapel und Florenz gäbe – eine Tatsache, die auf der Webseite von Suspended Coffee nicht erwähnt wird. Aber er hat mich auch auf eine andere Kuriosität aus Italien hingewiesen.

Wer in Italien in einem der malerischen Cafés einen Espresso bestellt, kann dafür zwei unterschiedliche Preise bezahlen. Hierbei kommt es darauf an, ob man ihn im Stehen an der Bar trinkt, oder ob man ihn lieber sitzend an einem Tisch serviert bekommen möchte. Und die Unterschiede sind da teilweise relativ groß.

Der „Espresso al banco“ – so wird der am Tresen getrunkene Espresso bezeichnet – hat nämlich einen von der Kommune festgelegten Maximalpreis! In ganz Italien beträgt der Maximalpreis für einen Espresso an der Bar genau einen Euro. Schließlich trinken Italiener sehr viel Espresso und daher sollte es eine Möglichkeit geben, diesen auch günstig zu erhalten. Die Preise für den Espresso am Tisch („a tavola“) unterliegen keinem Maximalpreis und werden vom jeweiligen Café festgelegt. Hier kommt nämlich noch „coperto“ dazu – die Servicegebühr.

Wenn ihr bei einem Besuch in Italien also von den freundlichen Mitarbeitern im Café zu den Tischen hinüber komplimentiert werdet, wisst ihr nun, dass es nicht nur die Freundlichkeit ist. Aber einen Espresso im Urlaub kann man auch schon mal im Sitzen genießen.

Was ist ein „aufgeschobener Kaffee“?

Stellt euch vor, ihr sitzt in einem Café und genießt eure tägliche Ration Kaffee. Ihr beobachtet, wie eine junge Frau herein kommt, zur Theke geht und zwei Kaffees bestellt. Sie ist alleine. „Einen Latte To go und einen „aufgeschobenen Kaffee“ bitte,“ klingt es von der Theke zu euch herüber.

Der Barista nickt freundlich, macht ihren Latte fertig, gibt ihn ihr und sie geht. Mit nur einem Kaffee. Was ist da los?

Als nächstes kommt dann ein älterer Mann herein, im feinen Anzug. „Einen großen Decaf zum Mitnehmen und einen „aufgeschobenen Kaffee“. Den Decaf mit Sojamilch, bitte!“ Und wieder bekommt der Kunde nur einen Kaffee, zahlt beide und geht.

Ist euch das schon einmal passiert? Mir leider bisher nicht. Aber ich würde es gerne erleben. Und ich würde gerne einen „aufgeschobenen Kaffee“ bestellen können. Denn das ist tatsächlich eine sehr tolle Initiative.

Update: Und wie es scheint ist es vor allem schon eine sehr alte Initiative! Denn den „Caffè sospeso“ gibt es in Neapel angeblich seit 100 Jahren! Zeit, dass es dies auch hierzulande gibt?

Was ist ein „aufgeschobener Kaffee“ denn jetzt?

Aufgeschobener Kaffee

Bei dem „aufgeschobenen Kaffee“ handelt es sich um eine Initiative, die bereits in vielen Teilen der Welt Anklang gefunden hat. Es geht darum, die eigene Freude am Kaffee mit Menschen zu teilen, die es sich nicht leisten können, sich etwas im Café zu bestellen. Die offizielle Website erklärt übrigens nicht nur die Hintergrundgeschichte, sondern auch, wo es schon teilnehmende Cafés gibt.

Ihr zahlt also einen Kaffee extra und den kann sich später jemand anderes abholen. Was eine gute Idee! Und wie man sehen kann, ist sie auch in Europa bereits recht verbreitet. Leider gibt es da in Zentraleuropa – also da wo wir gerade sind – eine ziemlich blanke Fläche! Und ich bin der Meinung, dass wir daran etwas ändern sollten.

Aufgeschobener Kaffee in Europa

Wie können wir helfen? Nun, ich werde mal in einigen Cafés, die ich besuche, nachfragen, ob man von dieser Idee schon etwas gehört hat. Und ob man da nicht eventuell mitmachen möchte. Im Grunde geht es hier vor allem erst einmal um die Verbreitung dieser Idee. Wie gut ein Kaffee schließlich sein kann, brauche ich euch sicher nicht zu sagen.