Was ist der Unterschied zwischen Wiener Mischung und Wiener Melange?

Anders als bei der häufigen Frage, was der Unterschied zwischen Espresso und Mokka sei, wird nur selten nach dem Unterschied zwischen „Wiener Mischung“ und „Wiener Melange“ gefragt. Wahrscheinlich, weil Melange (eigtl. mélange) übersetzt auch nur Mischung bedeutet. Und doch gibt es da einen kleinen, aber sehr wichtigen Unterschied.

Die Wiener Mischung ist für Wiener Kaffeespezialitäten unentbehrlich. Häufig wird die Wiener Mischung auch „Vienna Roast“ genannt. Sie besteht aus Arabica-Bohnen, die dunkler geröstet werden, als Filterkaffee, aber immer noch heller als für Espresso. Also die etwas dunkler gerösteten Arabica-Bohnen-Mischung nennt man „Wiener Mischung“ oder „Vienna Roast“.

Die „Wiener Melange“ erhält man erst, wenn die Arabica-Bohnen nicht einfach nur dunkler geröstet werden, sondern man zur Röstung noch etwas Zucker hinzugibt. Wenn man diese gezuckerte (oder eher karamellisierte) Röstung dann gemahlen hat, erhält man die bekannte „Wiener Melange“, die einen feinen Karamellgeschmack besitzt.

Also auch hier gibt es einen Unterschied zwischen Wiener Mischung und Wiener Melange, auch wenn er feiner ist, als der zwischen Espresso und Mokka.

Was ist der Unterschied zwischen Espresso und Mokka?

Immer wieder kommt es zu Unklarheiten, was denn genau der Unterschied zwischen Espresso und Mokka ist. Der Unterschied besteht einmal aus der Zusammensetzung des Kaffees und zum anderen aus der Röstung der Kaffeebohnen.

Der Espresso ist eine Mischung aus verschiedenen Arabica-Sorten, die einem sehr intensiven Röstverfahren unterzogen werden. Übrigens enthält der Espresso gerade wegen dieser kräftigen Röstung viel weniger Koffein als andere Kaffeesorten. Doch Espresso besteht nicht nur aus Arabica-Bohnen, sondern auch aus einem kleinen Teil Robusta-Bohnen, die beigemischt werden, um dem Espresso die berühmte „Crema“ zu verleihen.

Espresso besteht also zum größten Teil aus Arabica-Bohnen und einem kleinen Teil Robusta-Bohnen, die sehr kräftig geröstet werden. Anschließend wird Espresso fein gemahlen. Für die Zubereitung in Moka-Kannen darf der Espresso nicht zu fein gemahlen werden, da sonst der Druck in der Kanne zu groß und das Wasser zu langsam durch den Kaffee zieht. Das Ergebnis schmeckt dann eher ekelhaft bitter.

Als Mokka wird hingegen Kaffee aus Jemen und Äthiopien bezeichnet. Der Grund dafür ist relativ einfach: Die jemenitische Stadt „Al Mukah“ am Roten Meer war früher ein wichtiger Kaffee-Verladehafen und von „Al Mukah“ leitet sich der Name „Mokka“ ab. Die Bohnen für den Mokka werden noch kräftiger geröstet, als für den Espresso (also noch weniger Koffein) und dann wirklich sehr fein gemahlen – fast staubfein. Aus diesem Pulver wird traditionell der „Türkische Kaffee“ (oder kurz: „Türkische“) gebraut. Beim Türkischen handelt es sich um einen sehr kräftigen, vollmundigen, schwarzen Kaffee mit einer feinen Säure.

Ihr seht also, zwischen Espresso und Mokka gibt es einen deutlichen Unterschied! Nicht nur in seiner Zusammensetzung, sondern auf Grund der Röstung und der Feinheit des Kaffeepulvers auch in seinem Geschmack.

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