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Welche Faktoren haben Einfluss auf den Kaffeegeschmack?

Häufig macht man sich bei Kaffee, wenn es um den Geschmack geht, vor allem um die Art der Kaffeebohnen und der Röstung des Kaffees Gedanken. Dabei gibt es noch viele andere Faktoren, die den Geschmack von Kaffee beeinflussen können und es auch machen. Und viele dieser Faktoren könnt ihr selbst beeinflussen. Hier eine Übersicht der 6. wichtigsten Faktoren bei der Kaffeezubereitung:

1. Wasser Qualität

Wenn ihr einen guten Kaffee oder Espresso zubereiten wollt, dann fängt die Bestimmung des Geschmacks natürlich mit dem wichtigsten Element an: Wasser. Ein guter Kaffee wird aus gefiltertem Wasser mit einer geringen Menge Mineralien gebraut/gebrüht. Destilliertes Wasser hat keine (bis kaum) Mineralien, wohingegen das Leitungswasser – auch wenn man es bedenkenlos trinken kann – häufig zu viele Mineralien besitzt. Daher die Empfehlung: Benutzt einen Wasserfilter für euren Kaffee. Ich habe einen einfachen Brita Wasserfilter, der sollte genügen.

2. Temperatur des Wassers

Die Temperatur des Wassers spielt bei der Kaffeezubereitung und entsprechend beim Kaffeegeschmack ebenfalls eine große Rolle. Die Temperatur des Wassers sollte möglichst konstant bei einer Temperatur von 92°C bis 96°C gehalten werden. Diese Temperaturen ermöglichen – sofern man den Kaffee sinnvoll ziehen lässt – einen optimalen Geschmack.

3. Größe der Kaffeepartikel / Mahlgrad

Der Mahlgrad, also die Größe der einzelnen Kaffeepartikel, hat ebenfalls einen großen Einfluss auf den Geschmack. Das wisst ihr wahrscheinlich schon, kann aber nicht oft genug gesagt werden. Investiert in eine gute Kaffeemühle, die vor allem verschiedene Mahlgrade zulässt, also von grob bis fein in allen möglichen Abstufungen. So könnt ihr mit dem Mahlgrad experimentieren. Für Espressomaschinen ist sehr feiner Kaffee nötig. Also ein möglichst hoher Mahlgrad. Für eine French Press sollte ein grobkörniger Kaffee genutzt werden, mit einem niedrigen Mahlgrad. Aber für eure Maschine solltet ihr wirklich ein wenig herumexperimentieren.

4. Das Alter des Kaffees

Das Alter des Kaffees, den ihr benutzt, kann viele Auswirkungen haben: Reduktion des Geschmacks, die Öle, die im Kaffee enthalten sind, könnten ranzig sein. Der Kaffe kann abgestanden schmecken. Wenn Kaffee zu lange nach seiner Röstung gelagert wurde, vor allem an der Luft, sind die Auswirkungen auf den Geschmack sehr groß. Daher solltet ihr nicht zu große Packungen Kaffeebohnen kaufen und versuchen, möglichst frisch gerösteten Kaffee zu erhalten.

5. Das Equipment

Wie bei guten Küchenutensilien üblich, sollten auch die Geräte für die Zubereitung von eurem Kaffee sauber und in Schuss gehalten werden. Ihr verlängert damit nicht nur die Lebenszeit eurer Geräte, sondern auch die Funktionen. Verdreckte Mahlwerke, kontaminierte Kaffeefilter oder ähnliche Folgen mangelnder Reinigung sorgen schnell für ein übles Geschmackserlebnis bei eurem Kaffee. Also entfernt die Öle und Kaffeereste aus Filtern, Kannen und allen anderen Behältern, die ihr zur Zubereitung des Kaffees verwendet. Glaubt mir, ihr möchtet die Folgen der Missachtung nicht zu schmecken bekommen.

6. Lagerung

Die Lagerung von Kaffee ist für viele eine Wissenschaft für sich. Allgemein gilt aber, die Aussetzung des Kaffees an Luft, Licht, Hitze und Feuchtigkeit können den Geschmack von Kaffee stark negativ beeinflussen. Daher sollte Kaffee stets in einem möglichst Luftdichten Behältnis fern von Licht und Feuchtigkeit aufbewahrt werden. So werden die flüchtigen Aromen des Kaffees möglichst lange erhalten. Zu lange solltet ihr Kaffee aber eh nicht lagern, sonst greift Punkt 4 wieder.

Wenn ihr diese Faktoren bei der Zubereitung und Lagerung eures Kaffees bedenkt, solltet ihr euer Möglichstes getan haben, euern Part für die Sicherung des guten Geschmacks bei Kaffee beigetragen zu haben. Der Rest ist dann eine Frage der Zubereitungsart und natürlich des Kaffees, den ihr auswählt.

Was ist der Unterschied zwischen Wiener Mischung und Wiener Melange?

Anders als bei der häufigen Frage, was der Unterschied zwischen Espresso und Mokka sei, wird nur selten nach dem Unterschied zwischen „Wiener Mischung“ und „Wiener Melange“ gefragt. Wahrscheinlich, weil Melange (eigtl. mélange) übersetzt auch nur Mischung bedeutet. Und doch gibt es da einen kleinen, aber sehr wichtigen Unterschied.

Die Wiener Mischung ist für Wiener Kaffeespezialitäten unentbehrlich. Häufig wird die Wiener Mischung auch „Vienna Roast“ genannt. Sie besteht aus Arabica-Bohnen, die dunkler geröstet werden, als Filterkaffee, aber immer noch heller als für Espresso. Also die etwas dunkler gerösteten Arabica-Bohnen-Mischung nennt man „Wiener Mischung“ oder „Vienna Roast“.

Die „Wiener Melange“ erhält man erst, wenn die Arabica-Bohnen nicht einfach nur dunkler geröstet werden, sondern man zur Röstung noch etwas Zucker hinzugibt. Wenn man diese gezuckerte (oder eher karamellisierte) Röstung dann gemahlen hat, erhält man die bekannte „Wiener Melange“, die einen feinen Karamellgeschmack besitzt.

Also auch hier gibt es einen Unterschied zwischen Wiener Mischung und Wiener Melange, auch wenn er feiner ist, als der zwischen Espresso und Mokka.

Was ist der Unterschied zwischen Espresso und Mokka?

Immer wieder kommt es zu Unklarheiten, was denn genau der Unterschied zwischen Espresso und Mokka ist. Der Unterschied besteht einmal aus der Zusammensetzung des Kaffees und zum anderen aus der Röstung der Kaffeebohnen.

Der Espresso ist eine Mischung aus verschiedenen Arabica-Sorten, die einem sehr intensiven Röstverfahren unterzogen werden. Übrigens enthält der Espresso gerade wegen dieser kräftigen Röstung viel weniger Koffein als andere Kaffeesorten. Doch Espresso besteht nicht nur aus Arabica-Bohnen, sondern auch aus einem kleinen Teil Robusta-Bohnen, die beigemischt werden, um dem Espresso die berühmte „Crema“ zu verleihen.

Espresso besteht also zum größten Teil aus Arabica-Bohnen und einem kleinen Teil Robusta-Bohnen, die sehr kräftig geröstet werden. Anschließend wird Espresso fein gemahlen. Für die Zubereitung in Moka-Kannen darf der Espresso nicht zu fein gemahlen werden, da sonst der Druck in der Kanne zu groß und das Wasser zu langsam durch den Kaffee zieht. Das Ergebnis schmeckt dann eher ekelhaft bitter.

Als Mokka wird hingegen Kaffee aus Jemen und Äthiopien bezeichnet. Der Grund dafür ist relativ einfach: Die jemenitische Stadt „Al Mukah“ am Roten Meer war früher ein wichtiger Kaffee-Verladehafen und von „Al Mukah“ leitet sich der Name „Mokka“ ab. Die Bohnen für den Mokka werden noch kräftiger geröstet, als für den Espresso (also noch weniger Koffein) und dann wirklich sehr fein gemahlen – fast staubfein. Aus diesem Pulver wird traditionell der „Türkische Kaffee“ (oder kurz: „Türkische“) gebraut. Beim Türkischen handelt es sich um einen sehr kräftigen, vollmundigen, schwarzen Kaffee mit einer feinen Säure.

Ihr seht also, zwischen Espresso und Mokka gibt es einen deutlichen Unterschied! Nicht nur in seiner Zusammensetzung, sondern auf Grund der Röstung und der Feinheit des Kaffeepulvers auch in seinem Geschmack.

Lust auf Mokka? Wir nutzen zurzeit dieses Mokkakännchen von WMF, das ich sehr empfehlen kann: