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Werbung: Lavazza macht einen großen Schritt in den USA

Lavazza, der nach eigener Aussage „Italy’s favorite coffee“, hat sich vorgenommen auch die USA zu erobern. Mit einer groß angelegten Werbekampagne haben die Italiener den gesamten unteren Bereich der Grand Central Station in New York City mit Plakaten belegt. Weitere Kampagnenstädte sind San Francisco und Chicago.

Die Aussage ist für alle 3 Städte die selbe: „Buongiorno New York, theres‘ a new coffee in town.“ Frei übersetzt will Lavazza New York zeigen, dass ein neuer italienischer Qualitätskaffee nun auch in New York verfügbar ist. Ich werde mich in den kommenden Tagen genauer umschauen, wo es den Kaffee überall gibt.

Dazu muss man sagen, dass die Stadt am Hudson River sicher nicht die einfachste Stadt für ein neues Produkt ist. Vor allem nicht bei Genussmittel wie Kaffee. Da muss man schon mit etwas Besonderem kommen… Hier gibt es neben ganz vielen kleineren Cafés, die oft Stumptown, Blue Bottle oder Toby’s Estate Kaffee anbieten auch die riesige Kaffeekette Starbucks und auch bei Dunkin‘ Donuts wird sehr viel Kaffee konsumiert.

Mit diesen Plakaten macht sich Lavazza auf die Reise, die USA endgültig erobern:

Lavazza Grand Central Station

Buongiorno New York theres a new coffee in town

Lavazza Grand central

Auf den Plakaten gibt es noch eine Erklärung:

Since 1895 the Lavazza family has put its heart and soul into creating the perfect balance of taste and aroma. Lavazza Classico is artfully blended, rich in body and filled with Italian Passion in every cup. Enjoy.

Auch der Link zur Website lavazza.us befindet sich genau wie ein QR Code darauf.

Begleitend dazu hat Lavazza die Social Media Kampagne „#LavazzaDelivery“ auf die Strasse gebracht. Und das sogar wortwörtlich. Wenn man seine Location und #LavazzaDelivery an den Account LavazzaUSA getwittert hat, dann hat man mit einem schicken kleinen Flitzer einen Kaffee geliefert bekommen. Schöner Ansatz zum Thanksgiving Wochenende.

Neben den ganzen Ketten und hippen Cafés gibt es natürlich auch zahllose Restaurants in New York City, die Lavazza beliefern könnte. Ich tippe mal schwer, dass dort das Hauptaugenmerk der Italiener gehen wird. In Deutschland hat die Strategie ja ganz gut geklappt.

Warum kostet ein Espresso in Italien im Stehen weniger als im Sitzen getrunken?

Anlässlich des Beitrages zu dem „aufgeschobenen Kaffee“ hat mich ein alter Bekannter angesprochen und mir ein wenig von seinen Erfahrungen in Italien erzählt. Zum einen wies er mich darauf hin, dass es den Caffè Sospeso schon ewig in Neapel und Florenz gäbe – eine Tatsache, die auf der Webseite von Suspended Coffee nicht erwähnt wird. Aber er hat mich auch auf eine andere Kuriosität aus Italien hingewiesen.

Wer in Italien in einem der malerischen Cafés einen Espresso bestellt, kann dafür zwei unterschiedliche Preise bezahlen. Hierbei kommt es darauf an, ob man ihn im Stehen an der Bar trinkt, oder ob man ihn lieber sitzend an einem Tisch serviert bekommen möchte. Und die Unterschiede sind da teilweise relativ groß.

Der „Espresso al banco“ – so wird der am Tresen getrunkene Espresso bezeichnet – hat nämlich einen von der Kommune festgelegten Maximalpreis! In ganz Italien beträgt der Maximalpreis für einen Espresso an der Bar genau einen Euro. Schließlich trinken Italiener sehr viel Espresso und daher sollte es eine Möglichkeit geben, diesen auch günstig zu erhalten. Die Preise für den Espresso am Tisch („a tavola“) unterliegen keinem Maximalpreis und werden vom jeweiligen Café festgelegt. Hier kommt nämlich noch „coperto“ dazu – die Servicegebühr.

Wenn ihr bei einem Besuch in Italien also von den freundlichen Mitarbeitern im Café zu den Tischen hinüber komplimentiert werdet, wisst ihr nun, dass es nicht nur die Freundlichkeit ist. Aber einen Espresso im Urlaub kann man auch schon mal im Sitzen genießen.