Wie heißt „Kaffee“ in anderen Ländern?

Wenn man mal in den Urlaub fährt, und das machen espressogeeks von Zeit zu Zeit, dann möchte man natürlich nicht auf sein Lieblingsgetränk verzichten. Daher hier eine kleine Übersetzungs-Liste, wie Kaffee in anderen Ländern heißt. Wahrscheinlich werdet ihr auch mit dem englischen Coffee recht weit kommen, doch man will sich ja an die lokalen Gegebenheiten anpassen, oder?

Sprache „Kaffee“
arabisch Kahwa
chinesisch 咖啡 (Kafei)
dänisch Kaffee
englisch Coffee
finnisch Kahv
französisch Café
griechisch Kavéo
niederländisch Koffie
indonesisch Kopi
irisch Caife
italienisch Caffè
japanisch 珈琲 Koohii
marokkanisch Qahwa
norwegisch Kaffe
polnisch Kawa
portugiesisch Café
rumänisch Cafea
schwedisch Kaffe
russisch Kofe
tailändisch gaa-fâe
türkisch Kawa
tschechisch Káva
ungarisch Kávé

Wenn ihr noch weitere Sprachen kennt, immer her, wir fügen sie gerne hinzu.

Rezept: Vietnamesischer Kaffee – Cà phê sữa (đá)

Mein wohl absoluter Favorit, was Kaffee angeht ist der vietnamesische Kaffee: Cà phê sữa (đá) [đá = Eis, das gilt also nur bei Zugabe von Eis]. Das liegt nicht nur an meiner vietnamesischen Herkunft, sondern vor allem an dem Geschmack!

Das besondere an dem vietnamesischen Kaffee, den ich nutze, ist die Kaffeebohne: Hierbei handelt es sich um sogenannten Culi Kaffee. Ich habe zwar „nur“ den Culi Robusta, aber auch der ist schon besonders. Normale Kaffeekirschen bilden zwei Bohnen aus. Das gilt sowohl für Arabica, als auch Robusta. In seltenen Fällen jedoch bildet sich nur eine Bohne aus, die die gesamte Kaffeekirsche ausfüllt. Dies ist der Culi Kaffee aus Vietnam. Sie werden geröstet und nur mit Luft getrocknet. Weil das aber eine ziemliche Kalorienbombe ist, gönne ich mir den eigentlich nur 1-2 Mal die Woche.

Der Kaffee schmeckt anders, als alle anderen Kaffees, die ich bisher getrunken habe. Er besitzt ein natürliches, leicht karamelliges Aroma. Da vietnamesischer Kaffee aber mein absoluter Favorit ist, möchte ich euch die Zubereitung nicht vorenthalten.

Die Zutaten für vietnamesischen Kaffee:

  • Vietnamesischen Kaffeefilter (Phin-Filter)
  • Vietnamesischen Kaffee – Hier empfehle ich den Trung Nguyen Kaffee. Das ist so was wie das „Starbucks“ aus Vietnam, nur besser als Starbucks :)
  • Gesüßte Kondensmilch – Hier kann das Milchmädchen herhalten, oder ihr geht zum Asiamarkt und holt euch dort gesüßte Kondensmilch
  • Wasser

Bitte bedenkt, dass die Kaffeefilter für vietnamesischen Kaffee für eine Tasse, bzw. ein Glas gedacht sind. Also wenn ihr für mehrere Personen gleichzeitig einen vietnamesischen Kaffee zubereiten möchtet, solltet ihr euch lieber gleich mehrere Filter besorgen. Die bekommt ihr entweder bei Amazon oder beim Asiamarkt eures Vertrauens. Wenn ihr die Zutaten zusammen habt, kann es auch schon los gehen.

Die Zubereitung für vietnamesischen Kaffee:

Die Kaffeefilter gibt es in verschiedenen Größen, daher sind die Mengenangaben nicht für alle gültig. Für meinen Filter benötige ich etwa 1,5 Teelöffel. Wie ihr seht ist der Kaffee relativ grob gemahlen. Wir wollen ja hier keinen Espresso kochen.

Wenn ihr aus dem Filter das Sieb herausnehmt (manchmal muss es auch geschraubt werden, bei vielen liegt es aber auch einfach auf), könnt ihr den Kaffee in die Kammer geben.

Dann das Sieb einfach auflegen und leicht andrücken, bzw. aufschrauben – wie hier – und dabei darauf achten, es nicht zu fest zu schrauben. Sonst braucht ihr ewig für euren Kaffee!

Als nächstes kommt die gesüßte Kondensmilch. Und glaubt mir, wenn ihr sie noch nicht probiert habt, sie ist wirklich süß! Bei der Dosierung kommt es natürlich darauf an, ob ihr es gerne süß mögt oder nicht. Ich mag meinen vietnamesischen Kaffee nicht zu süß, daher nehme ich etwa 1,5 bis 2 Teelöffel. Vergesst nicht, den Löffel abzulecken! ;)

Anschließend setzt ihr den Filter auf das Glas. Nun kommt zuerst ein kleiner Schuss kochenden Wassers in den Filter. Dieser soll den Kaffee erst einmal anquellen lassen. Wartet etwa eine halbe Minute, anschließend füllt den Filter bis zum Rand auf. Dann einfach – sofern vorhanden – den Deckel auf den Filter setzen und warten.

Und nach nur ein paar Sekunden geht es los. Das tolle an dieser Zubereitungsmethode ist, dass man auch noch etwas zu sehen bekommt.

Bis der Kaffee fertig durchgelaufen ist, dauert es ein paar Minuten.

Die Geduld, die ihr bei der Zubereitung aufbringen müsst (Keine Sorge, es sind nur etwa 3-5 Minuten) wird aber am Ende belohnt. Einfach den Filter auf einen kleinen Untersetze stellen (damit es nicht alles volltropft) und voila: Das fertige Produkt sieht dann in etwa so aus.

Jetzt nur noch umrühren und ihr habt ihn, den vietnamesischen Kaffee – Cà phê sữa (đá). Die Karamellfarbe trügt nicht, er schmeckt wirklich leicht danach. Wie gesagt, ihr müsst eventuell ein wenig herumprobieren, wie viel Kaffee oder wie viel Kondensmilch ihr für euren Geschmack benötigt. Versuchen solltet ihr ihn auf jeden Fall einmal! Das beste: Im Sommer kann man einfach ein wenig Eis dazu geben und erhält einen wundervollen Eiskaffee!

Hinterlasst gerne einen Kommentar, wenn ihr den Kaffee einmal probiert habt und sagt, wie er euch schmeckte!

Warum ist destilliertes Wasser nicht für Kaffee geeignet?

Als ich neulich durchs Netz auf der Suche nach neuen Kaffeerezepten war, bin ich über eine Frage gestolpert, die mich sehr verwunderte: Warum ist destilliertes Wasser nicht für Kaffee geeignet?

Einmal ganz davon abgesehen, dass selten destilliertes Wasser im Handel gekauft werden kann (meist ist es demineralisiert oder deionisiert), ist es für den Körper gar nicht gut, größere Mengen an destilliertem (demineralisiertem) Wasser zu trinken! Wasser in seinem natürlichen Zustand hat immer eine gewisse Menge an Mineralien und die möchte das Wasser auch haben. Ich erspare euch den hoch-chemisch-wissenschaftlichen Ansatz. Sagen wir es so: Wasser möchte eine gewisse Menge Mineralien haben. Hat es die nicht, versucht es diese zu bekommen. Egal woher.

Nun stellt euch euern Körper vor: Voll mit Vitaminen, Mineralien und allem Möglichen. Und da kommt jetzt dieses destillierte Wasser aus dem Kaffee daher und „will“ nur eines: Mineralien! Aber keine Sorge, das sind so wenige Mineralien, die ihr da verliert, da müsst ihr wirklich schon einige Liter destilliertes Wasser zu euch nehmen!

Nein, der eigentliche Grund dafür, dass destilliertes Wasser nicht für einen (guten) Kaffee geeignet ist, ist ein anderer: Auf Grund der mangelnden Mineralien (also winzig kleiner Schwebestoffe im Wasser), können die Kaffeearomen bei der Zubereitung nicht so gut vom Wasser aufgenommen werden. Die Geschmacksstoffe des Kaffees rutschen quasi durch das Wasser, wie auf einer Rutsche, anstatt sich an den kleinen Mineralien herausarbeiten zu können. Die Folge ist ein nicht gut schmeckender Kaffee.

Auf der anderen Seite ist es aber ebenso richtig, dass zu viele Mineralien ebenfalls nicht gut sind, wenn man einen guten Kaffee zubereiten möchte. Hier gibt es eine grobe Regel, die vielleicht für die Fortgeschrittenen hilfreich ist: 150 PPM (Parts per Million) an Mineralien sollten ungefähr im Wasser enthalten sein. Wenn ihr – was ich einmal vermute – kein Analysegerät für euer Wasser habt, dann nutzt doch einfach gefiltertes Wasser. Ich nutze dafür einen einfachen Brita Wasserfilter. Den gibt es schon relativ günstig und damit erhält man schon sehr gutes Wasser für den Kaffee.

Also: Kein destilliertes Wasser für den Kaffee nutzen. Und möglichst auch nicht zu mineralhaltiges Wasser nutzen. Versucht es mit einem Wasserfilter, dann sollte es auch besser schmecken.

Gibt es eine Altersgrenze für das Trinken oder Kaufen von Kaffee?

Da saß ich gestern in meinem Lieblingscafé und es kommen 5 junge Engländer herein. Nicht die typische Kundschaft, aber 2 von ihnen haben sich an den Tresen gesetzt und einen Cappuccino bestellt.

Einen der Jungs haben wir dann nach seinem Alter gefragt. 14 lautete die schüchterne Antwort. Und, es wäre sein 2ter Kaffee im Leben. Den ersten hat er vor ein paar Tagen am Flughafen getrunken. Niedlich. Aber nachdem die Jungs draußen waren kam die Frage auf, ab wann man denn eigentlich alt genug ist, um Kaffee (Koffein) zu trinken.

Es gibt bei alkoholfreien Getränken wie Kaffee oder Cola keine Altersbeschränkung. Weder beim Kauf, noch beim Konsum. Ab 7 Jahren ist man beschränkt Geschäftsfähig, was also dann auch einen Kaffeekauf ermöglichen würde.

Trotzdem, wenn man als Barista einen Dreikäsehoch am Tresen stehen hat und er einen Doppio bestellt, dann sollte man doch lieber einen heiße Schokolade oder ein Wasser anbieten, als das Getränk wirklich auszuschenken.

Der gesunde Menschenverstand ist also auch hier die beste Lösung. Was ich viel erstaunlicher fand sind die ganzen Kommentare in Internetforen, die dieses Thema betreffen.

Da gibt es doch tatsächlich viele Leute, bei denen Kinder u10 am Wochenende schon an der Tasse hängen. Dass diese auch im Erwachsenenalter einen Kaffee trinken, wird dann wohl keinen verwundern. Aber nun, das mache ich ja auch und mir geht’s gut!

Lässt zu viel Kaffee die Brüste schrumpfen?

Soll man das wirklich glauben? Anscheinend haben Wissenschaftler bereits 2008 an der Lund Universität in Schweden herausgefunden, dass wenn Frauen 3 oder mehr Tassen Kaffee am Tag trinken, ihre Brüste schrumpfen könnten.

Dies soll das Ergebnis einer Untersuchung von 300 Frauen sein, deren Brustmaße und Kaffeekonsum beobachtet wurden. Dabei kam eben heraus, dass ab drei Tassen Kaffee am Tag die Brüste geschrumpft sind und bei jeder Tasse mehr soll sich dieser … nun eher negative Effekt noch verstsärken. Sprich: Je mehr Tassen Kaffee die Versuchspersonen tranken, desto stärker sollen die Brüste geschrumpft sein.

Dabei soll es bei Frauen ab 3 Tassen ein Rückgang von durchschnittlich 17 Prozent gewesen sein. Gleichzeitig fanden die Wissenschaftler aber auch heraus, dass Kaffeekonsum das Risiko von Brustkrebs senken soll.

Der Grund soll eine Wirkung des Koffeins auf die Hormone im menschlichen Körper sein, der bei Frauen stärker ausgeprägt sein soll, da vor allem das weibliche Hormon Oestrogen beeinflusst wird.

Nun, zu viel Kaffee ist nie gut, aber diese These hat mich dann doch überrascht.

Was ist an dem Kaffee aus Ost-Timor so besonders?

Ost-Timor – oder die „Demokratische Republik Timor Leste“, wie sie auch heißt – ist ein winziges Land, das für zwei Sachen bekannt ist: Es ist das erste Land, dass im 21. Jahrhundert seine Unabhängigkeit erlangte. Und es ist eines der Länder, die organischen (= biologisch nachhaltig angebauten) Kaffee anbauen, ernten und verkaufen. Leider ist es auch das 2 ärmste Land in Asien. Ost-Timor war lange unter portugiesischer Herrschaft und wurde später von Indonesien besetzt. Während dieser Zeit wurde das Land und vor allem die Leute stark ausgebeutet. Seit der Unabhängigkeit 2006, die teuer erkämpft wurde, versucht das kleine Land, sich zu erholen. Und dabei spielt Kaffee eine große Rolle.

Was ist aber so besonders an dem Kaffee aus Ost-Timor? Abgesehen von seiner nachhaltigen Anbauweise. Nun, zum ersten verzichten die Kaffeebauern auf jegliche Pestizide. Sie bauen den Kaffee so an, wie ihre Vorfahren es bereits gemacht haben. Das bedeutet auch, dass sie auf Dünger verzichten.

Teilweise wird Kaffee von Bäumen geerntet, die noch aus der Kolonialzeit stammen! Das ist in anderen Kaffee produzierenden Ländern kaum denkbar. Die Kaffeepflanzen wachsen häufig an Berghängen, die sehr steil sind. Es gibt keine klassischen Plantagen, die Pflanzen wachsen im Wald. Der Kaffee wird mit der Hand gepflückt, häufig von Kooperativen aufgekauft und weiterverarbeitet. In Timor wird Arabica Kaffee angebaut und in die Welt exportiert. Wobei der Anbau in Timor weniger als 1% des gesamten Weltexports ausmacht. Dennoch sind viele großen Kaffeemarken sehr an dem Kaffee interessiert.

Der Arabica Kaffee aus Timor soll einen sehr guten Geschmack mit einer leichten Schokoladennote haben. Und ich werde auf jeden Fall in den nächsten Tagen auf die Suche nach Kaffee aus Ost-Timor gehen. Nicht zuletzt, weil ich diese wirklich spannende Dokumentation von Al Jazeera über den Kaffee aus Ost-Timor gesehen habe:

Was ist eigentlich kalt gebrauter Kaffee?

Kaffee kann man auf viele verschiedene Arten zubereiten. Filterkaffee, Espresso und Chemex sind bekannte Arten, seinen Kaffee zuzubereiten. Aber es gibt auch die Möglichkeit, den Kaffee mit kaltem Wasser zuzubereiten.

Kalt gebrauter Kaffee benötigt natürlich viel länger, bis er zubereitet ist. Aber auch sonst gibt es einige Unterschiede in der Zubereitung. Dieses Video zeigt einige der Besonderheiten sehr schön auf:

Für kalt gebrauten Kaffee nimmt man also deutlich mehr grob gemahlenen Kaffee und das Ergebnis ist vor allem ein Kaffeekonzentrat, dass in der Regel noch nach Belieben verdünnt werden muss.

Das Geheimnis guten Kaffees

Das beliebteste Getränk der Deutschen noch vor Bier, Wasser und Tee ist Kaffee . Interessanterweise spielt aber gerade bei diesem Getränk der Preis eine übergeordnete Rolle bei der Kaufentscheidung. Dadurch hat sich das Qualitäts- und Preisniveau von Kaffee in Deutschland drastisch verschlechtert. Unverträglichkeit und Sodbrennen verursachende Kaffees von Billiganbiertern sind die Folge.

Aber was verursacht eigentlich diese Reaktionen?

Die Antwort ist sehr simpel. Für Preise unter $ 0,50 pro kg werden die Kaffeebohnen in den Produktionsländern nur in einem beschleunigten Schockröstverfahren bei sehr hohen Temperaturen in zu kurzer Zeit  geröstet. Der Großteil der in der Kaffeebohne enthaltenen, unerwünschten Reiz- und Bitterstoffe entweicht allerdings nur durch eine langsame, Aroma schonende Röstung bei einer Temperatur von etwas über 200 C°. Somit verbleiben diese Stoffe in den industriell gerösteten Bohnen und werden mitkonsumiert. Ein bitterer oder saurer Geschmack, nur wenig Aroma oder im schlimmsten Fall sogar unangenehmes Sodbrennen sind die Folge.

Demnach liegt das Geheimnis guten Kaffees nicht nur in der Auswahl erlesener und hochwertiger Kaffeebohnen, sondern maßgeblich in der sorgsamen Verarbeitung in Form einer schonenden Langzeitröstung, bis zu dem Punkt, an dem die Bohnen die Bitter- und Reizstoffe abgeben und ihr Aroma voll entfalten können.