Im Test: Die WMF Skyline Kaffeemühle

Ein guter Kaffee wird von vielen Faktoren beeinflusst, einer davon ist natürlich das Kaffeepulver, also der gemahlene Kaffee, selbst. Oder besser gesagt, wie man zu eben diesem kommt. Wir haben uns daher einmal eine elektrische Kaffeemühle mit Kegelmahlwerk genauer angesehen: Die WMF Skyline Kaffeemühle.

Hier ein kleines Unpacking-Video von uns:

Die WMF Skyline Kaffeemühle im Test:

Beginnen wir mit den äußeren Werten:

WMF Skyline Kaffeemühle im Test

Wie auf den ersten Blick auffällt, kommt die WMF Skyline Kaffeemühle in einem Hochglanzedelstahl-Kleid daher. Schön anzusehen, aber auch schön für Fingerabdrücke. Aber so schlimm war es bisher nicht. Das schöne an diesem Design ist, dass sich die WMF Kaffeemühle eigentlich in fast jede Küche gut einreiht und nicht irgendwo versteckt werden muss. Vor allem für die, die eh schon Geräte aus der WMF Skyline Linie besitzen.

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Im Test: Die Bialetti Brikka (4 Tassen Version)

Der klassische Espressokocher von Bialetti dürfte den meisten bekannt sein. Die fast schon ikonische Form des Kochers, der sich nicht nur auf dem heimischen Herd, sondern auch auf allen anderen, möglichen Hitzequellen (Gas-Campingkocher, oder ähnliche) gut macht, ist mir zumindest seit meiner Kindheit schon bekannt.

Die Bialetti Brikka jedoch war mir neu. Hierbei handelt es sich um eine der Spezialkannen von Bialetti. Denn was mir bei einem Espresso aus dem klassischen Bialetti Espressokocher (oder Mokapot) immer fehlt soll die Brikka nun liefern: Die Crema! Also dann, packen wir das Schätzchen doch mal aus:

Wie ihr seht setzt Bialetti bei der Verpackung auf Understatement. Schlicht, einfach, funktional, so wie man es kennt. Als nächstes kam dann das Einkochen des Espressokochers. Das ist sehr wichtig! Ich habe 2 Mal einen „Leerdurchlauf“ gemacht, also ohne Kaffee und anschließend 3 Mal Espresso mit der Bialetti Brikka gekocht, der dann direkt weggekippt wurde. Das ist insofern wichtig, als dass die Brikka trotz sorgfältiger Reinigung nach dem Auspacken häufig noch Industriefette und ähnliche Produktionsrückstände aufweisen kann. Die möchte ich nicht in meinem Espresso haben!

Die Crema, die bei der klassischen Bialetti fehlt, wird auf Grund eines höheren Drucks bei der Zubereitung erreicht. Während die klassische Moka Express maximal 1,5 bar Druck aufbaut, schafft die Brikka mit dem Cremaventil immerhin 6 bar Druck. Das sind zwar immer noch keine 9 bar, wie für echten Espresso nötig, aber schon deutlich mehr als bei der Moka Express. Auch die Wassertemperatur bei der Brikk überschreitet die empfohlenen 90°C ei wenig.

Die Bialetti Brikka – der Test

Wie die klassischen Espressokocher von Bialetti, besteht die Brikka aus drei Bestandteilen:

  • Der Behälter für Wasser
  • Das „Sieb“ für den Espresso
  • Die Kanne für den fertigen Espresso

Hierbei ist auffällig, dass das Druckausgleichsventil deutlich tiefer angebracht ist, als bei der klassischen Bialetti. Nun ist der Behälter für das Wasser auch etwas breiter, aber dennoch wird bei der Brikka weniger Wasser benötigt.

Nicht lange gefackelt, sondern den Kaffee frisch gemahlen. In das Sieb gefüllt und dann kann es los gehen. Ich habe hier die Version für 4 Tassen, also musste ich entsprechend viel Kaffee mahlen. Dabei habe ich bereits vorsichtshalber einen leicht gröberen Mahlgrad als für „echten“ Espresso gewählt. Wie sich später herausstellen sollte, war es immer noch zu fein, aber dazu später mehr.

Das Pulver habe ich leicht angedrückt, also wirklich leicht ohne Druck. Dann den oberen Part aufgeschraubt und ab auf den Herd. Der obere Part der Brikka weist aber zwei Besonderheiten auf:

Da ist doch tatsächlich ein Loch im Deckel der Brikka! Was ist da los? Soll mir der Espresso direkt entgegenspritzen? Nein. Der Espresso wird fein in der Kanne bleiben. Grund dafür ist das Cremventil der Brikka:

Dieses Ventil ist mit für die Crema verantwortlich, die man bei der klassischen Bialetti Moka Express vermisst.

Bei der Bialetti Brikka darf  es ruhig etwas heisser werden, darum habe ich den Herd auf Stufe 3/3 gestellt. Und nach nur knapp 1,5 Minuten ging es dann auch los. Der feine „Espresso“ kochte mir entgegen.

Und das sieht doch schon einmal deutlich besser aus, als bei dem Moka Express! Also auf zum Verkosten und Fazit.

Die Bialetti Brikka – Das Fazit:

Die Bialetti Brikka bringt Genießern eines Espresso aus dem Espressokochern oder aber Freunden von Latte-Spezialitäten einen schicken Espresso mit deutlich mehr Crema als die klassische Bialetti Moka Express. Dabei muss man jedoch die Handhabung beachten, da hier weniger Wasser benötigt wird. Auch die Menge an eingesetztem Kaffee und der Mahlgrad müssen erst noch gefunden werden. In meinem Versuch war das Pulver – obwohl schon gröber als bei klassischem Espresso – noch zu fein und der Espresso, auch wenn er gut aussah, war zu bitter.

Für alle, die aber gerne bereit sind, etwas mit Mahlgrad (hier empfehle ich einen gröberen Mahlgrad, wie für normalen Filterkaffee), Kaffeemenge und Wassermenge, sowie Druck beim Anpressen herum zu experimentieren ist die Bialetti Brikka eine tolle Ergänzung für die Küche. Ich werde meine Moka Express daher in Zukunft wohl eher als Deko-Element denn als Espressokocher nutzen, da für mich klar ist, dass die Bialetti Brikka gewinnt.

Hier gibt es die Brikka bei Amazon:
Bialetti Brikka 4 Tassen Espressokocher mit Cremaventil