Im Test: Die Rommelsbacher EGK 200 Kaffeemühle

Heute haben wir die Rommelsbacher EGK 200 Kaffeemühle mit Schlagmessermahlwerk im Testbericht. Zurzeit sind bei uns so ein wenig die Wochen der Niedrigpreis-Mühlen angebrochen. Letzte Woche haben wir die KYG getestet und heute eine weitere Mühle, die unter 40 Euro kostet. Das machen wir vor allem, da wir immer wieder Fragen bekommen, ob diese preislich günstigen Grinder auch wirklich etwas taugen.

Hier findet ihr die Rommelsbacher EGK 200 auf Amazon und unterstützt mit einem Kauf unseren Kanal –> https://amzn.to/2Gy6Avl

Design

Die Rommelsbacher EGK 200 ist eine schicke, kleine und in Edelstahloptik gehaltene Mühle. Sie wirkt dadurch sehr hochwertig und passt problemlos auch in anspruchsvolle Küchen. Designvarianten, sprich andere Farben, gibt es keine.

Rommelsbacher EGK 200 Test

Die Mühle ist verhältnismäßig klein, mit Maßen von 10 x 10 x 20,5 cm.

Sollte man die Kaffee- und Gewürzmühle für einige Zeit nicht benutzen wollen, so kann man das Kabel von 1 Meter Länge unter dem Gehäuse aufwickeln. Wir haben hier im Test etwas Schwierigkeiten damit gehabt, die gesamte Länge unterzubringen, aber durch eine kleine Aussparung im Gehäuse lässt sich ein kleiner Rest elegant raushängen… Den Stecker an sich bekommt man auf keinen Fall unter, dafür ist die EGK 200 zu klein.

Bei der Rommelsbacher fällt im Vergleich zu teureren Kaffeemühlen auf, dass es keine Regler für Zeit und Feinheitsgrad am Gehäuse gibt. Beides wird manuell geregelt. Einfach gesagt, je länger ihr das Schutzgehäuse auf die Auslöser drück, desto feiner wird das Kaffeemehl. Hier bleibt anzumerken, dass man laut Hersteller, nicht länger als 30 Sekunden am Stück mahlen soll.

Mahlvorgang

Für den Mahlvorgang sind bei der Rommelsbacher EGK 200 gleich 2 „Mahlwerke“ mitgeliefert. Ein Kegel mit 2 und einer mit 4 Schlagmessern. Dabei ist die erste Variante (2) für das Mahlen von Kaffee vorgesehen. Die größere Variante soll für Kräuter, Nüsse, Getreide oder Gewürze verwendet werden. Da uns die letzteren Inhalte nicht (lange) nicht so sehr interessieren, wie Kaffeebohnen, konzentrieren wir uns auf die 2 Schlagmesser.

Der Mahlkegel ist leicht auf den Körper der Mühle geschraubt und wird durch einen Glasdeckel (der auf beide Kegel passt) inklusive Gummiring abgedichtet. Um einen Kaffee zu mahlen muss man nun die 4 Auslöser an den Ecken des Körpers runterdrücken, was problemlos mit dem dazugehörigen Mühlendeckel geht. Sicherheit wird also bei Rommelsbacher großgeschrieben.

Mahlkegel 4 Schlagmesser Rommelsbacher EGK 200 Test
Mahlkegel mit 4 Schlagmessern
Test Rommelsbacher EGK 200 2 Schlagmesser Mahlwerk
Mahlwerk für Kaffee mit 2 Schlagmessern

Mahlgrad

Die Feinheit des Kaffeemehls kann man bei der EGK 200 wie gesagt nur durch manuelle Steuerung regeln. Wir haben für grobes Kaffeemehl – Einsatz in der French Press oder im Handfilter – ungefähr 10-12 Sekunden gebraucht. Dies ist ein Erfahrungswert uns sollte auch gestoppt oder gezählt werden, da man von außen nicht genau einsehen kann, wie fein der Kaffee schon gemahlen wurde. Wie bei den meisten Kaffeemühlen, die mit Schlagmessern arbeiten, bekommt man ein gutes Mahlergebnis, wenn man von der „Uniformität“ des Kaffeemehls absieht. Sprich, es ist grobkörnig nach 10 Sekunden, jedoch gibt es grobere und feinere Bereiche in der Mühle.

Das Ergebnis nach 25 Sekunden hat uns überrascht, da es im Vergleich zu anderen günstigen Kaffeemühlen bei der Rommelsbacher EGK 200 ein ziemlich feines und gleichmäßiges Mahlergebnis gibt. Es in Puderform für Siebträger oder Mokka zu erwarten ist vielleicht etwas viel verlangt, aber es kann als für die Preisklasse als sehr gutes Ergebnis gewertet werden. Schaut euch gerne unten unser Test-Video an, da ist es optisch auch noch mal genauer dargestellt.

Unsere Empfehlung hier: Am besten macht man eine Pause nach 15 Sekunden, um bei der Maschine an den Kegel zu klopfen. Dann kurz schütteln und das Ergebnis nach 25 Sekunden ist noch deutlich gleichmäßig feiner. Der Grund für diesen Tipp ist, dass sich immer Kaffeemehl am Rand des Mahlkegels festsetzt und dort natürlich nicht mehr am Mahlvorgang „teilnimmt“. Durch das Schütteln und Klopfen fällt es wieder auf die Schlagmesser.

Reinigung

Reinigung ist bei Kaffeemühlen immer ein spezielles Thema, da man das Mahlwerk in der Regel nicht vom Motor der Maschine abtrennen kann und dieser natürlich nicht spühlmaschinenfest ist. Hier sammelt die Rommelsbacher EGK 200 bei uns einen großen Pluspunkt. Die beide Kegel und beide Glasdeckel sind problemlos in der Spülmaschine zu reinigen. Das muss man nicht nach jedem Mahlvorgang tun, da auch Ausklopfen und oberflächliche Reinigung mit dem im Lieferumfang enthaltenen Pinsel mit anschließendem Auswaschen gut reinigen. Alle 5  Mahlvorgänge – oder wenn man etwas anderes in dem Mahlwerk gemahlen hat – sollte man eine Spühlmaschinenreinigung durchführen.

Vorteile und Nachteile der Rommelsbacher EGK 200

Vorteile

  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Sehr gutes Ergebnis für feine Mahlgrade in der Preisklasse
  • Edelstahl Design
  • Reinigung des Mahlwerks in der Spühlmaschine
  • Sicherheitsaspekt

Nachteile

  • Nur eine Designvariante
  • Kaffeemehl sammelt sich am Rand des Mahlkegels

Hier findet ihr unser Testvideo der EGK 200. Besucht auch unseren YouTube Kanal Espressogeeks.

Wenn ihr die Kaffeemühle EGK 200 von Rommelsbacher kaufen wollt, dann würden wir uns freuen, wenn ihr dies über unseren Affiliate Link tut: https://amzn.to/2Gy6Avl

Rezept: Arabischer Kaffee mit Ibrik

Hier das Rezept für einern meiner absoluten Lieblingskaffees. Der Arabische Kaffee.

Dazu braucht man etwas mehr an Zubehör als das, was man standardmäßig in der Küche hat. Wenn man sich aber für den Kauf eines Ibriks (Stielkännchen) entscheidet, wird man dies als Fan von starkem Kaffee sicher nicht bereuen. Einen Ibrik kann man für wenige Euro aus Stahl zum Beispiel auch von WMF erwerben. Wer jedoch wie ich auf interessante alte Kaffeeschätze steht, der sollte sich auf dem nächsten Flohmarkt nach einem geeigneten Stielkännchen umsehen.

Außer dem Ibrik braucht man eigentlich nur sehr fein gemahlenen Espresso/Mokka (ein gehäufter TL) und Zucker (ein TL). Viele Rezepte sehen auch Kardamom vor (kleine Messerspitze), was ich persönlich gerne weglasse, für einen original arabischen Kaffee ist er aber unumgänglich.

Zubereitung:
Wasser im Stielkännchen zum kochen bringen. Nach dem Aufkochen vom Herd nehmen und eine kleine Tasse Wasser abnehmen. Kaffee, Zucker und Kardamom in das zurückgelassene Wasser in den Ibrik geben. Aufkochen. Vorsicht, es schäumt stark. Vor dem Überschäumen von der Hitzequelle nehmen. Als mir die Zubereitung von arabischem Kaffee gezeigt wurde, hat man das Prozedere 3 Mal wiederholt. Nach 3 Mal vom Herd nehmen gießt man die abgegossene Tasse Wasser wieder zurück und bringt den Kaffee ein letztes Mal zum Kochen.

2 Minuten sollte man den Kaffee nun abseits der Hitze abgedeckt stehen lassen und danach ohne Milch oder Sahne servieren.

Zutaten: Espressopulver, Zucker, Kardamom.

Was ist der Unterschied zwischen Espresso und Mokka?

Immer wieder kommt es zu Unklarheiten, was denn genau der Unterschied zwischen Espresso und Mokka ist. Der Unterschied besteht einmal aus der Zusammensetzung des Kaffees und zum anderen aus der Röstung der Kaffeebohnen.

Der Espresso ist eine Mischung aus verschiedenen Arabica-Sorten, die einem sehr intensiven Röstverfahren unterzogen werden. Übrigens enthält der Espresso gerade wegen dieser kräftigen Röstung viel weniger Koffein als andere Kaffeesorten. Doch Espresso besteht nicht nur aus Arabica-Bohnen, sondern auch aus einem kleinen Teil Robusta-Bohnen, die beigemischt werden, um dem Espresso die berühmte „Crema“ zu verleihen.

Espresso besteht also zum größten Teil aus Arabica-Bohnen und einem kleinen Teil Robusta-Bohnen, die sehr kräftig geröstet werden. Anschließend wird Espresso fein gemahlen. Für die Zubereitung in Moka-Kannen darf der Espresso nicht zu fein gemahlen werden, da sonst der Druck in der Kanne zu groß und das Wasser zu langsam durch den Kaffee zieht. Das Ergebnis schmeckt dann eher ekelhaft bitter.

Als Mokka wird hingegen Kaffee aus Jemen und Äthiopien bezeichnet. Der Grund dafür ist relativ einfach: Die jemenitische Stadt „Al Mukah“ am Roten Meer war früher ein wichtiger Kaffee-Verladehafen und von „Al Mukah“ leitet sich der Name „Mokka“ ab. Die Bohnen für den Mokka werden noch kräftiger geröstet, als für den Espresso (also noch weniger Koffein) und dann wirklich sehr fein gemahlen – fast staubfein. Aus diesem Pulver wird traditionell der „Türkische Kaffee“ (oder kurz: „Türkische“) gebraut. Beim Türkischen handelt es sich um einen sehr kräftigen, vollmundigen, schwarzen Kaffee mit einer feinen Säure.

Ihr seht also, zwischen Espresso und Mokka gibt es einen deutlichen Unterschied! Nicht nur in seiner Zusammensetzung, sondern auf Grund der Röstung und der Feinheit des Kaffeepulvers auch in seinem Geschmack.

Lust auf Mokka? Wir nutzen zurzeit dieses Mokkakännchen von WMF, das ich sehr empfehlen kann: