Ein besonderer Kaffee in Japan – Der Angel’s Stain im Bear Pond Espresso

Neulich habe ich einen interessanten Bericht bei Galileo gesehen. Es ging um einen exzentrischen Kaffeeliebhaber in Tokyo. Katsu Tanaka heißt der gute Mann und er besitzt ein kleines Café in Japans Hauptstadt. Das Video ist spannend und von daher würde ich es gerne mit euch teilen.

Nun, es ist kein Dokumentarfilm. Mit Aussagen wie „Der weltbeste Espresso“ kann ich sowieso nicht viel anfangen. Das liegt vor allem an den unterschiedlichen Geschmäckern, die uns alle voneinander abgrenzen. Da schreibt zum Beispiel einer in den Kommentaren, dass es überall in Neapel besseren Kaffee gäbe. Ich kann mit italienischem Kaffee mal so 0,0 anfangen. Also, den besten Espresso gibt es bei Katsu im Bear Pond Espresso sicher nicht, aber ich freue mich über jeden guten Kaffee und so würde ich das kleine Geschäft sicher aufsuchen, so es mich mal nach Japan verschlägt.

Katsu legt wie viele professionelle Baristas viel Wert auf Kleinigkeiten. So muss das Wetter stimmen und 1000 andere Parameter. Am besten ihr schaut euch den Film einfach mal an, amüsant ist er auf jeden Fall und ich gebe zu, dass ich auch gerne mal einen Angel’s Stain probieren würde.

Auf Instagram kann man Katsu und Bear Pond Espresso auch folgen. Dort habe ich auch das Titelbild gefunden.

Und übrigens kostet eine LaMarzocco etwas mehr als 2000 Euro :D

Die besten Airbnb Unterkünfte für Kaffee Liebhaber.

Es gibt unzählige Unterkünfte auf Airbnb. Sofas, kleine und große Zimmer, Häuser am Meer, Yachten, Windmühlen und und und. Der Kreativität der Gastgeber sind keine Grenzen gesetzt. Natürlich gibt es auch etwas für uns Kaffeeliebhaber.

Eine Unterkunft für Liebhaber der kleinen Runden Bohne?

Oh ja, sogar mehrere. Und zwar auch genau dort, wo der Kaffee herkommt. Ich habe mich mal auf die Suche nach passenden Airbnbs für euch gemacht und habe zwei Unterkünfte in Herkunftsländern und eine sogar in Deutschland ausgemacht. Wenn ihr noch eine andere passende wisst, dann schreibt mir diese gerne in die Kommentare.

Costa Rica

Ich glaube das ist die ultimative Unterkunft. Latein Amerika. Costa Rica. Nördlich der Hauptstadt San Jose und in der Nähe des kleinen Ortes San Isdro. Dort befindet sich die Coffee Ranch von Phil. Mit einer glatten 5 Sternen Bewertung und dem Status des Super Hosts, konnte Phil schon 161 – wie es scheint sehr zufriedene – Gäste empfangen.
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Kaffee im Oman – mit Rezept und der Spezialität Kardamom

Zu den typischen Gerüchen, die im Land der in der östlichen arabischen Halbinsel in der Nase liegen, zählt neben Weihrauch auch ein besonderes Gewürz: Der Kardamom. Dieser hat eine frische Note, die in Europa einen festen Bestandteil von Weihnachtsgebäck bildet. Es zeichnet sich neben seinem spezifischen Geruch auch durch seinen Preis aus. So soll der Kardamom nach Safran und Vanille das dritt-teuerste Gewürz sein.

In Oman findet der Kardamom im Tee und insbesondere auch im Kaffee Verwendung. Der damit aufgebrühte traditionelle arabische- oder Beduinen-Kaffee ist meistens sehr stark und ebenso ebenso stark gesüßt. Der Kaffee besteht zu 20 bis 30 Prozent aus Robusta- Bohnen. Manchmal werden auch Nelken, ein weiteres “Weihnachtsgewürz”, hinzugegeben. Das aus diesen Zutaten entstehende Getränk hat schließlich geschmacklich mit einem ungesüßten Filterkaffee nicht mehr viel gemeinsam. Der erste Schluck ist sehr besonders.

Die Besonderheit der omanischen Kaffeekultur macht nicht nur das Rezept aus. Auch die Form der Zubereitung spielt eine Rolle. Wer eine Tasse Kaffee ablehnt, der weist eine wichtige Geste der Gastfreundschaft zurück. Üblich ist es drei Tassen zu trinken. Diese werden aus einer verzierten Kanne in kleine, henkellose Tassen eingeschenkt. Um zu zeigen, dass man genug hat, schwenkt man die Tasse zwischen den Fingern und dem Daumen. Häufig werden einige Datteln in einer silbernen Schale zum Kaffee serviert.

Ich hatte das Vergnügen im Jahr 2014 selbst einmal im Oman die spezielle Kardamom Note in die Nase zu bekommen undM meine persönliche Erfahrung war, dass ich nachdem ich mir eine größere Menge aus dem Urlaub mit nach Hause genommen habe, eine leichte Kardamom-Aversion entwickelt habe. Zumindest bei mir dauerte es wieder einige Zeit bis ich wieder einen aromatischen omanischen Kaffee genießen konnte. Für Kaffee-Liebhaber ist das Probieren des omanischen Kaffees auf jeden Fall ein Muss!

Ein typisches Rezept für einen omanischen Kaffee ist:

350 ml Wasser
2 Teelöffel gemahlener Kaffee
1 gehäufter Teelöffel Zucker
1/2 Teelöffel gemahlener Kardamom
Bei Belieben: 1/4 Teelöffel gemahlene Nelken

Das Wasser mit dem Zucker in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Den Kaffee und Kardamom (ggf. Nelken) hinzugeben. Zwei Minuten köcheln lassen und heiß servieren. Datteln gehören ebenfalls zu einem typisch omanischen Kaffeegedeck.

Origami bei Starbucks in Japan

Im der westlichen Welt fällt Starbucks dieser Tage vor allem durch den Vorstoß im Mobile Marketing auf. Neue Coupons, mobiles Bezahlen und und und. Sicher keine schlechte Sache. Ich war trotzdem erst ein Mal dieses Jahr im Starbucks. In nyc gibt es für mich bessere Optionen. Der Grund, warum ich hier einen der Unzähligen Niederlassungen in der Upper East Side besucht habe war nicht um einen Kaffee zu trinken oder das freie Internet zu nutzen, ich habe stattdessen nach einem Produkt gesucht, welches es aber anscheinend nur für Kaffeeliebhaber in Japan gibt: Starbucks Origami.

Starbucks Upper East Side New York

Kaffee auf Reisen ist schon immer ein spannendes Thema gewesen. Wenn man nicht gerade in einer Großstadt ist, sondern vielleicht einen Urlaub in der Natur geplant hat. Dafür könnte die Origami eine schöne Lösung sein. Doch was hat Starbucks hier aus dem Hut gezaubert?

Es ist eine kleine Packung. In ihr verbirgt sich jedoch ein wenig dickes Papier, ein kleiner Kaffeefilter und darin eingebettet eine Portion Kaffee. Alles so portioniert, dass es für eine Tasse Kaffee reicht. Was man doch noch braucht ist warmes Wasser. Das kann man aber auch zum Beispiel auf einem Lagerfeuer machen. Nur beim Eingießen über den Kochtopf sollte man vorsichtig sein, denn das Origami, das sich auf die Tasse stellen lässt und im Prinzip wie ein kleiner Dripper funktioniert, ist sehr klein und delikat. Aber seht selbst. Ich habe einige Fotos auf der japanischen Starbucks Seite gefunden:

Origami Starbucks

Einen Artikel, den ich dazu gefunden habe, und da muss man wirklich von gefunden sprechen, denn es gibt erstaunlich wenige Quellen zu Starbucks Origami, beschreibt, dass das Produkt bereits im Jahr 2010 auf den Markt gebracht wurde.

In Deutschland ist es zurzeit nicht zu erwerben. Jemand auf Amazon verkauft die Packung für 68 US Dollar das Stück. 24 Packungen sind drin a 10g Kaffeepulver, was für einen normalen Kaffee sicher etwas dünn ist. Bei aller Liebe, das wäre es mir aber dann doch nicht wert.

Auch auf Social Networks findet man die Starbucks Origami Version. Nicht nur auf den Starbucks eigenen Facebook oder Twitter Kanälen, sondern auch auf Instagram posten User immer wieder die niedliche Idee. Hier xaniesideup:

Hier sind es übrigens nur 3 Cups. Bei Amazon könnten es Nachfüllbeutel sein.

Kaffee in Tanzania – Ein Bericht vom Kilimanjaro

Tanzania kommt einem sicher nicht als erstes Land in den Sinn, wenn man über Kaffee spricht. Zu dominant ist Äthiopien in der afrikanischen Bohnenwelt. Doch im Schatten von Addis Abeba hat Tanzania eine feine Industrie aufgebaut. Mit Arabica Kaffees, die man durchaus nicht verschmähen sollte.

Bei einer Reise zum Kilimanjaro habe ich einen Einblick in die Kaffeewelt Ostafrikas bekommen. Alles hat im Jahre 1898 angefangen, als katholische Missionare die Bohnen nach Tanzania brachten. Damals hieß das Land übrigens noch Tanganjika. Mittlerweile werden 265.000 Hektar für den Anbau von Kaffee genutzt und in den letzten 5 Jahren wurden durchschnittlich 51.777 Tonnen Kaffeebohnen produziert.

Union Coffee Kilimanjaro

Karibo Kilimanjaro Union Coffee

Union Cafe Strassenansicht Moshi

Zu 70% werden Arabica Bohnen produziert. Vor allem auf den Hängen des Mount Kilimanjaro und dem Mount Meru im Norden sowie in den südlichen Highlands von Mbeya und Ruvuma. Ab 1000 bis 2500 Metern über dem Meeresspiegel werden die Bohnen angegebaut.

Zwischen 800 und 900 Metern über dem Meeresspiegel wird Robusta Kaffee in Tanzania angebaut, der mit 30% der Produktion zu Buche steht.

Kaffee spielt eine große Rolle in Tanzania. Indirekt hat die Kaffeeproduktion einen Einfluss auf den Verdienst von 6% der Bevölkerung des Landes. Das sind 2,4 Millionen Menschen.

So viel zur Theorie – Bei einem Besuch in Tansania Ende 2014 konnte ich mir vor Ort ein Bild der Kaffeewelt des Landes machen und zwar genau dort, wo der Anbau des Arabicas sein Zentrum hat. Am Mount Kilimanjaro. Wir haben leider keine Plantage besucht, doch der Kaffee wächst in Moshi, dem Ausgangsort unserer Reise einfach in der Stadt zwischen den Häusern.

Röstmaschine Moshi Tanzania

Wir haben ein Cafe in Moshi besucht, das als der berühmteste Kaffeeort in der Kilimanjaro Region gilt. Das Union Cafe in Moshi. Auch K.N.C.U genannt. Dort steht, so wie man es von einigen Hipster Cafés in Deutschland und den USA kennt, die Röstmaschine mitten im Raum. Sicher sind die Wände und die Aufmachung nicht so hip wie bei uns, doch der Kaffee, den die Jungs und Mädels da auf unseren Tisch gebracht haben, der war klasse.

Man muss sich das K.N.C.U in Moshi so wie eine Enklave des Westens vorstellen. Das Cafe kommt in so gut wie jedem Reiseführer vor und so konnte man zahlreichen weißen Nasen beim Kaffeetrinken zusehen. Die Auswahl an Kaffee reicht von Filterkaffees über espressobasierte Getränke. Hier ein Blick auf die angeschriebenen Köstlichkeiten:

Karte Union Coffee

Auch für das Essen kann man durchaus in das Union Cafe kommen. Wer einen empfindlichen Magen hat, der sollte in Tanzania ja nicht alles essen. Wir waren 3 Mal dort und haben durchweg gute Speisen serviert bekommen.

Spannend: Die Bevölkerung Tanzanias trinkt nicht besonders viel Kaffee. Im Jahr 2003 wurden lediglich 2% der gesamten Produktion im Land selbst konsumiert. Mittlerweile sind es aber immerhin 7%. Es wird viel mehr Tee getrunken.

Cappuccino im KNCU in Moshi am Kilimanjaro

Tanzania Kaffee Erfahrungen am Kilimanjaro

Hier noch einige Fotos von unserer Reise nach Ostafrika. Beim Aufstieg zur Spitze des Kilimanjaro haben wir übrigens keinen feinsten Arabica Kaffee serviert bekommen. Lediglich Instant-Kaffee haben wir neben einer ganzen Menge Tee zu trinken bekommen. Da bin ich auch lieber beim Tee geblieben.

Wenn mal einen Kaffee aus Tansania versuchen wollt, hier findet ihr eine Auswahl bei Amazon.

Ten Belles – ein Café in Paris

Ich war letzte Woche für ein paar Tage in meiner quasi Heimatstadt Paris unterwegs und habe dort natürlich nicht auf einen guten Kaffee verzichten wollen.

Dank eines Hinweises von Kaffeeenthusiast @Bosch bin ich auf ein kleines aber sehr feines Café im 10. Arrondissement von Paris aufmerksam gemacht worden: Das Ten Belles (oder 10 Belles). „Ten Belles – ein Café in Paris“ weiterlesen

Cama Cafe – Mein Lieblings-Kaffee in Taiwan

Das Gefühl auf Reisen nicht auf guten Kaffee verzichten zu wollen, kennen wohl die meisten von uns. In den letzten Jahren hat sich das ein wenig gebessert, da es ja in den meisten Ländern Starbucks Cafés gibt. Ich bin zurzeit in Taiwan und habe natürlich auch hier nicht auf meinen alltäglichen Wachmacher verzichten wollen. „Cama Cafe – Mein Lieblings-Kaffee in Taiwan“ weiterlesen